Die Projektfarm „Bremen-Village“
Nachhaltig wirtschaften und selbst mehr verdienen: Das sind die Ziele der Beratung durch die Projektfarm „Bremen Village“ in Ghana. Hintergrund ist der starke Preisverfall für Kakao auf dem Weltmarkt zwischen 1977 und 1982 um 62 Prozent. Kakao ist nach wie vor wichtigstes Handelsgut, Ghana ist weltweit der zweitgrößte Kakaoproduzent. Trotzdem bleiben die Kakaobauern arm, denn sie erhalten nur 10 Prozent des Verkaufspreises. Die Industrieländer kaufen den Kakao, die Schokolade aber produzieren sie selbst und erzielen so hohe Gewinne. Die Folgen sind Arbeitslosigkeit und Landflucht.
Gegen diese Missstände gehen die Norddeutsche Mission und die E.P. Church im „Bremen Village“ an, einem Fortbildungs- und Beratungszentrum für Landwirte, Behindertengruppen, Lehrpersonal und andere Multiplikatoren.
Hintergrundwissen zu Landwirtschaft und Ökologie, um Nachhaltigkeit, langfristiges Planen und Informationen über Gesundheit, Hygiene, Familienplanung und HIV/Aids sind die Themen. Praktisch lernen die Teilnehmenden, die traditionellen Nutzpflanzen und -tiere mit neuen zu ergänzen oder zu ersetzen: z.B. Pilzzucht und Gemüseanbau oder Kaninchen-, Ziegen- und Bienenzucht statt Kakaoanbau.
Mehr über die
Projektfarm Bremen Village und ihre Geschichte und
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