Mit Zivilcourage gegen Nationalsozialisten
Die sogenannte „Robert Kwami-Affäre“ wurde von den Nationalsozialisten in Oldenburg ausgelöst, als diese versuchten, den geplanten Vortrag des ghanaischen Pastors Robert Kwami (1879 – 1945) in der St. Lamberti-Kirche am 20.9.1932 zu verhindern.
Den ideologischen Hintergrund bildete die nationalsozialistische Rassenlehre. Schon 1932 regierte in Oldenburg eine nationalsozialistische Landesregierung unter der Leitung von Carl Röver. Er beurteilte Robert Kwami als Schwarzen wegen seiner „nicht-arischen“ Herkunft als minderwertig. Der Politiker berief sich auf die antisemitische Rassenlehre und wollte den Vortrag des Pastors verbieten lassen. Die NSDAP und die von ihr gestellte Landesregierung ließen es auf eine Machtprobe mit der Kirche ankommen. Mission, Oberkirchenrat, Pastor und Gemeindemitglieder stellten sich geschlossen hinter Robert Kwami und demonstrierten ihre Solidarität. Die Kirchenleitung sah in Robert Kwami keinen Vertreter einer Rasse, sondern einen Bruder in Christus.
Pastor Erich Hoyer und seine Gemeinde traten mit großer Zivilcourage dem nationalsozialistischen Verbot entgegen und ermöglichten schließlich Kwamis Auftritt in Oldenburg. 2000 Menschen hörten seinen Vortrag.
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Robert Kwami-Affäre

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