„WILDE MUSIK“ UND „FROMME LIEDER“

Musik und Tanz: Der Chor „Nyanyuikadi“ zu Gast im Kloster Möllenbeck.

Musikgeschmack im Wandel der Zeit

Musik und Tanz waren in der afrikanischen Kultur nicht nur  ein ständiger Begleiter von Festen und Ritualen, sondern ein  wichtiger Bestandteil des Alltags. Der Umgang mit dieser  Musik und diesem Tanz war den Missionaren fremd. In ihrer  Vorstellung war ruhige Musik ein Mittel zum Lobpreis Gottes.  Daher bemühten sich die Missionare, die Ewe-Musik durch  Erziehung in „fromme Bahnen“ zu lenken und äußerten sich  sehr negativ über diese „wilde Musik“.


Inzwischen erfreut sich aber die afrikanische Kirchenmusik  in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Das Chorprojekt  „Zusammenklänge“ gibt davon ein lebhaftes Zeugnis:  Der togoische Lehrer Jean-Paul Nenonene bringt deutschen  Gemeinden afrikanische Kirchenmusik, Kultur und das Entwicklungsengagement  der Kirche nahe.


MIT MUSIK FREUDE WECKEN
Mit Gebet, Musik oder Tanz drücken Afrikaner nicht nur ihre  Freude, sondern auch ihre Sorgen und Hoffnungen aus. Die  Musik wird so zum Kommunikations- und Therapiemittel. In  Afrika sind Musik und Tanz in der Kirche genau so wichtig wie  Gebet, Bibellesen und die Predigt. So wird die Musik heute  auch eingesetzt, um wichtige Botschaften zu verbreiten,
z. B. auch, um Jugendliche und Erwachsene über das Thema HIV/  Aids zu informieren.

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