„EINE KLEINE NADEL NÄHT EIN GROSSES TUCH“

Kenteweber in Ho, Ghana.

Kente-Webkunst aus Ghana

In Ghana gibt es eine besondere Webkunst: die Kente- Weberei. Aus Baumwolle oder Seide gewebte Streifen werden zu „Kente-Stoffen“ zusammengenäht. Oft gehen Familien seit Generationen dem Weber-Handwerk nach. Kinder und Jugendliche werden mit in diese Arbeit eingebunden, Frauen und Mädchen werden erst seit wenigen Jahren zu Weberinnen ausgebildet. Traditionell sponnen sie die Fäden. Das Typische an den Kente-Stoffen ist die geometrische Vielfalt mit über 300 verschiedenen Mustern. Einzelne Ornamente, aber auch ganze Tücher tragen Namen, die heute allerdings nur noch einigen Webern und Alten bekannt sind. Jeder Kunde kann sein Tuch mit Hilfe von Musterstreifen individuell zusammenstellen.  

Der Name eines Tuches macht dabei eine Aussage über den Träger. Die Stoffe waren nie Alltagskleidung sondern dienten und dienen hauptsächlich zeremoniellen Zwecken. So werden Stolen aus Kentestoffen von Pastoren im Gottesdienst getragen. Die Norddeutsche Mission unterstützt eine Kente-Stoff- Weberei im Ewe-Gebiet. Dieser Betrieb soll vor allem Jugend liche zu Webern ausbilden, ebenso eine erst 1999 gegründete Weberei in Pagbo, nahe Ho.

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