MIT SCHNECKEN DURCH DIE TROCKENZEIT

Mit dem Verkauf von Schnecken können Frauen das Familieneinkommen erhöhen.

Neue Erwerbsquellen für Frauen 

Zur Aus- und Fortbildung der Menschen in Togo und Ghana gehören landwirtschaftliche Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, Einkommen schaffende Fertigkeiten zu vermitteln, die die Existenz der Frauen sichern. Die Schneckenzucht in der Modellfarm der E.P. Church (Ghana) „Bremen Village“ ist ein Beispiel hierfür.

Das Bild von der afrikanischen Großfamilie, die sich um die Alten und Frauen kümmert, entspricht nicht mehr der Wirklichkeit. Da es weder Wohlfahrtspflege noch eine medizinische Fürsorge gibt, sind gerade Witwen oft völlig mittellos. Durch das Erlernen der Schneckenzucht bekommen sie die Möglichkeit, für sich und ihre Familie aufzukommen. 

Schnecken sind eine Delikatesse. Ihr Eiweißreichtum beugt Mangelernährung vor. Die Zucht ist nicht schwierig, 200 Tiere lassen sich auf einem Quadratmeter halten und werden mit Blättern und Küchenabfällen gefüttert. Um die Tiere zu schützen, reichen eine Folie auf dem Boden gegen Ameisen und ein Maschendrahtdeckel gegen Vögel.

Weil die Schnecken in der Trockenzeit schwer zu finden sind, können mit der Zucht gute Gewinne erzielt werden. Die Teilnehmerinnen der Kurse kommen aus Ghana und den Nachbarländern.


Mehr über Schneckenzucht, Landwirtschaft und Bildung im Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster"Bremen Village"